Über mich:

Beruflicher Werdegang / Ausbildung:

Nach über 13-jähriger Erfahrung als verantwortlicher Betriebsleiter im größten Ski- und Wandergebiet Deutschlands am Fuße der Alpspitze in Garmisch-Partenkirchen habe ich mich im Jahr 2000 zur Selbstständigkeit entschlossen. Für meine Tätigkeit konnte ich eine umfangreiche Erfahrung hinsichtlich aller Problemstellungen rund um den Berg sammeln, insbesonders weil Unterhaltsarbeiten und Neubauprojekte überwiegend in Eigenregie durchgeführt worden sind.

Erlauben Sie mir kurz meinen beruflichen Werdegang und die wichtigsten Projekte meiner Laufbahn zu erläutern:

Nach meinem Studium der Fachrichtung Maschinenbau an der FH München, das ich in 4 Jahren mit „sehr gut“ abschließen konnte, führte mich mein Weg zu den Seilbahnen, zu denen ich schon früher viele Kontakte als Saisonaushilfe hatte. 3 Jahre lang war ich stellvertretender Betriebsleiter und schlussendlich Betriebsleiter an den „Hausberg-Liften“. Dort konnte ich das „ Seilbahn – Handwerk „ von Grund auf erlernen.

1990 wechselte ich zur Bayerischen Zugspitzbahn AG und wurde dort Betriebsleiter des Alpspitz- und Kreuzeckgebietes. Mit der Fusion der Bayerischen Zugspitzbahn AG und der Wankbahn AG 1998 wurde mein Aufgabenbereich um das komplette Hausberg-Gebiet erweitert und ich war zuletzt verantwortlich für 4 Pendelbahnen, eine kuppelbare Sechser-Sesselbahn, 3 Sessellifte und etliche Schlepplifte, ca. 100 ha Pisten mit 4 Pistenraupen, eine Beschneiungsanlage mit 30 ha, 11 Lawinensprengbahnen  und viele Kilometer Bergstraßen und Wanderwege, sowie die üblichen Ver- und Entsorgungseinrichtungen.
Zusätzlich wurde ich in entsprechenden Kursen zum Sprengberechtigten und zur Fachkraft für Arbeitssicherheit ausgebildet.

Neben den normalen betrieblichen Aufgaben eines Betriebsleiters, möchte ich hier einige außergewöhnliche Projekte nennen, an denen ich maßgeblich als verantwortlicher Projektleiter mitgewirkt habe:
 


 

1990 Neubau der Abwasserleitung Zugspitzgipfel zum Schneefernerhaus:
 

Unter außergewöhnlichen, klimatischen Bedingungen und in schwierigstem Gelände wurde in dreimonatiger Bauzeit eine neue Abwasserleitung vom Zugspitz-Gipfel zum Schneefernerhaus zum Teil als Hängeleitung errichtet und zum Teil  in den Fels gehauen. Die Leitung war vom ersten Tag der Inbetriebnahme störungsfrei bis zur Fertigstellung der abwassertechnischen Gesamterschließung der Zugspitze in Betrieb.
 


 

1992 Neubau Doppelsesselbahn Hexenkessel:
 


Im beliebten Hexenkessel-Skigebiet an der Bergstation der Kreuzeckbahn wurde eine Einer-Sesselbahn durch eine Doppelsesselbahn ersetzt. Sämtliche Eigenregie durch-geführt. Die Baumeister-arbeiten wurden selbst aus-geschrieben und überwacht. Erschwerend kam hinzu, dass viele gebrauchte Teile einge-setzt wurden, die aufwendig saniert werden mussten. Trotz Baubeginn Ende Juli ging die Bahn pünktlich zur Weih-nachtssaison in Betrieb
 


 

1993 Beschneiungsanlage Hexenkessel:
 

Parallel zur neuen Sesselbahn Hexenkessel wurde eine kleine Beschneiungsanlage fertiggestellt. Die Verlegung der Feldleitung, die Auswahl und Montage der hydraulischen Komponenten und die Steuerung wurden ohne Fremdfirmen durchgeführt. Die Anlage ist noch heute in Betrieb.
 

1995 Errichtung der Talstation Längenfelder:


Nach langen Überlegungen wurde beschlossen, die Talstation im äußerst steilen Gelände unterhalb der Längenfelder zu platzieren. Über dem standsicheren Moränenschutt bzw. Fels lag eine 4 m starke locker gelagerte Geröllschicht. Die Talstation wurde deshalb auf vier, 4 bis 5m tiefen Brunnenfundamenten, die mit unserem betriebseigenen Kaiser-Schreitbagger gegraben wurden, errichtet. Die Eingriffe in den Hang für Talstation und Zufahrt wurden mit vielen hundert Schotterkörben verbaut
 



 

1996 Neubau der Doppelsesselbahn Längenfelder:
 


Nach endgültiger Freigabe durch den Aufsichtsrat  am 13. August 1996 wurde die Sesselbahn am 21. Dezember 1996 eröffnet. Es wurde das Kunststück vollbracht eine ursprünglich italienische Anlage auf deutsche Verhältnisse umzurüsten. Die kompletten Baumeisterarbeiten, die Sa-nierung der Altteile und die Montage wurden mit eigenen Kräften ausgeführt. Daneben lief die komplette Planung und Abstimmung mit dem TÜV
 



 

1997 Öko-Audit:
 

Für die komplette Bayerische Zugspitzbahn wurde 1997 als erstes Bergbahn-unternehmen überhaupt einer Überprüfung nach der Öko-Audit-Verordnung unterzogen. Insbesonders wurde natürlich der Einsatz an Energie und Rohstoffen sowie die Emissionen an die Umwelt untersucht. Dies geschah natürlich nicht nur unter einem umweltpolitischen Aspekt, sondern erklärtes Ziel war es auch Kosten zu sparen (z.B. beim Abfall).
Mit der Öko-Audit Prüfung einher ging auch ein Rechts-Check. Hier wurde der Betrieb auf Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften unter die Lupe genommen (z.B. Wasserhaushaltsgesetz, Gefahrstoffverordnung). Diese Untersuchung führte oft zu erstaunlichen Erkenntnissen.
 


 

1998 Neubau Beschneiungsanlage Olympia:
 

Die seit 1989 bestehende Beschneiungs-anlage Kandahar wurde um eine weitere Piste mit ca. 6 ha erweitert. Nach einer provisorischen Schneisaison mit PE-Leitungen und Aggregaten ist die Olympia-Abfahrt  mit 2500 m Feldleitung und 33 Hydranten bestückt worden. Die vorhandene Pumpstation wurde provisorisch ausgebaut. Um dem gestiegenen Wasserverbrauch gerecht zu werden, verlegte man eine ca. 1500 m lange Wasserversorgungsleitung zum Hammersbach, wo ein kleines Entnahmebauwerk errichtet wurde


 


 

1999 Neubau Beschneiungsanlage Kreuzwankl:

 


 

Die bestehende Anlage an der Kandahar wurde mit Ausnahme der Kühltürme außer Betrieb ge-nommen. Für die Verbesserung der Wasserversorgung wurden zwei Pumpstationen mit modernster Steuerung gebaut. Für die Ver-sorgung von weiteren Abfahrten mit einer Fläche von 15 ha verlegte man ca. 5 km Feldleitung mit 60 Hydranten. Außerdem wurden 8 neue Schneererzeuger im Nieder-drucksystem angeschafft.
 

2000 Speichersee Bödele:

Als Kernstück des Konzeptes für eine weitgehende Beschneiung des Hausberg und Kreuzeckgebietes war ein Speicherteich vorgesehen. In einer waldbedeckten Geländemulde konnte der richtige Platz gefunden werden. Nach mühsamen Ringen erhielt man im Februar 2000 die Genehmigung und die Arbeiten konnten im Juni beginnen. Ca. 60000 cbm Material wurden bewegt. Im Oktober wurde der Teich gefüllt. Parallel dazu wird die zugehörige Pumpstation um zwei weitere Pumpen erweitert. Insgesamt stehen nun ca. 210 l/s Wasserleistung zur Verfügung. Die Anlage konnte ihre Fähigkeiten bereits im schneearmen Winter 2000/2001 beweisen.


 


 

2000 Sprengbahn Nordwand:
 
Die Arbeiten für die Sprengbahn Nordwand mit einer Seillänge von ca. 2,5 km, 2 Umlenkstationen und einer Tragstütze stehen vor der Vollendung. Nach mehreren Lawinenabgänge musste gehandelt werden. Die Seilbahntechnik wurde von der Fa. Doppelmayr geliefert. Die Montage erfolgt wieder in Eigenregie.
 


 

Allgemeines:
 

Zu den oben genannten wichtigen Projekten gehören eine Unzahl kleinerer Maßnahmen im mechanischen, elektro- und bautechnischen Bereich an Seilbahnen, Gebäuden, Beschneiungsanlagen, Pisten und Wege.


Als Betriebsleiter der nunmehr ältesten Seilschwebebahn Deutschlands, der Kreuzeck-bahn,  war ich auch mit vielen Aufgaben und Problemen konfrontiert, um die sich kein Hersteller mehr kümmert.

 



 
Neben den technischen Aufgaben gehörte die Durchführung aller Genehmigungs-verfahren zu meinen Pflichten. Regelmäßig mussten auch kaufmännische Aufgaben wie Verbundabrechnungen, Wirtschaftlichkeitsrechnungen von Investitionen, Planbetriebs-rechnung und Fragen des Personalwesens bearbeitet werden.